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Ein langersehnter Traum wurde für Angelika Merkel wahr


(Foto: privat)

(bro) (chd) In Haidmühle im bayerischen Wald fanden dieses Jahr vom 21. bis 24. Februar die Schlittenhunde-Weltmeisterschaften für reinrassige Schlittenhunde statt.

Bereits zwei Wochen vorher wanderten immer wieder sorgenvolle Blicke zur Wetterprognose. Warm war fast durchgängig angesagt. Würde die WM abgesagt werden müssen? Die Prognose war tatsächlich zutreffend, vor allem in der Woche vorher herrschten auch in Haidmühle frühlingshafte Temperaturen. Doch eine dicke Schneedecke aus dem schneereichen Januar und kräftige Nachtfröste ließen beim Veranstalter keinen Zweifel aufkommen: Haidmühle würde stattfinden können.

Am Donnerstag startete dann der erste Lauf der Mitteldistanz, nur ein kurzes „Warmlaufen“ über 13 km. In dieser Kategorie ging Christof Diehl mit 14 Hunden an den Start. Die Strecke war für die vorhandenen Bedingungen hervorragend präpariert. Mit einem sauberen Lauf erreichte Diehl mit zwei Sekunden Rückstand die drittschnellste Zeit - hinter dem Norweger Trond Hansen und dem Österreicher Markus Streele.

Der Freitag zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Sprühregen und Regen ließen die Strecke weich und somit für die Hunde schwer werden. Jetzt starteten auch alle Sprintkategorien. Zur großen Freude der Deutschen konnte Angelika Merkel in der Acht-Hundeklasse über 16 km Bestzeit fahren, 14 Sekunden trennten sie von dem vielfachen Weltmeister Stepan Krkoska aus Tschechien.

In der Mitteldistanz gab es leider eine Panne bei der Streckenabsperrung. Man vergaß, den Zugang auf die geplanten 40 km zu öffnen. Somit fuhren die Gespanne nur die längste Sprintstrecke mit 19 km. Dies sorgte natürlich für viele Diskussionen. Doch es ließ sich keine Möglichkeit finden, die fehlenden Kilometer noch innerhalb des Wettkampfes nachzuholen. Da die Bedingungen für alle gleich waren, wurde der Lauf trotzdem gewertet. Diehl schob sich in der Gesamtwertung vor dem Österreicher auf den zweiten Platz.

Für Samstag und Sonntag war das perfekte Zuschauerwetter angesagt: Nächtliche Minustemperaturen ließen den Trail hart und extrem schnell werden, und strahlender Sonnenschein verwöhnte tagsüber die Zuschauer. Da die Strecke überwiegend im Wald verlief, und es im Schatten kühl blieb, waren auch die Bedingungen für die Hunde angenehm. Allerdings galt es abzuwägen, „Vollgas“ zu fahren und auf dem teilweise eisigen Trail die Hunde voll zu fordern, oder lieber etwas vorsichtiger zu fahren und am dritten Tag (für die Sprinter) noch ein fittes Team zu haben.

Bei der Mitteldistanz war es der letzte Lauf, diesmal tatsächlich über 40 km. Doch auf der langen Strecke galt es, lieber etwas vorsichtiger zu fahren. Diehl war lange an dem führenden Norweger dran, doch auf den letzten Kilometern konnte dieser sich lösen und noch einen Vorsprung von fünf Minuten herausfahren. Mit einer insgesamt knapp zwei Minuten schnelleren Zeit (nach insgesamt mehr als 70 km) konnte Diehl seinen zweiten Platz gegen den Österreicher verteidigen. Silber also für Christof Diehl in der Kategorie Mitteldistanz unlimitiert (bis 14 Hunde).

Angelika Merkel hatte sich am Samstag für die vorsichtige Variante entschieden und fuhr ihre acht Hunde sauber, aber nicht extrem schnell über die 16 km. Der Tscheche hatte sich für schnellstmöglich entschieden, eine Minute nahm er Merkel in diesem Lauf ab. „Als Stepan mit dieser starken Zeit ins Ziel kam, dachte ich okay, dann so wie immer, er Erster, ich Zweite,“ so Merkel.

Aber die Sprinter hatten noch einen Lauf am Sonntag bei ganz ähnlichen Bedingungen. Merkel plante, die Hunde dieses Mal laufen zu lassen - „einfach um zu zeigen, was sie können“. Der drittplatzierte Roderick Glastra aus den Niederlanden war mit einem Rückstand von mehr als vier Minuten nicht mehr gefährlich. „Doch nach etwa der Hälfte der Strecke glaubte ich, ein Gespann um eine Kurve huschen zu sehen. Ich konnte es fast nicht glauben, sollte der Traum doch noch wahr werden?“, so Merkel. Die Gespanne starten jeweils im Abstand von zwei Minuten, wenn Merkel es also schaffte kurz nach dem Tschechen ins Ziel zu kommen, hätte sie den Rückstand von gesamt etwa 45 Sekunden aufgeholt. Zudem wird auch der Jagdinstinkt der Hunde wach, wenn sie ein Gespann vor sich sehen und sie laufen besonders motiviert.

Tatsächlich - zur großen Begeisterung aller anwesenden Deutschen kam Merkel direkt hinter Krkoska ins Ziel und hatte damit zum ersten Mal in ihrer langen Schlittenhundekarriere den Weltmeistertitel gewonnen.

Ab jetzt trainiert Christof Diehl für ein Neun-Tages-Rennen ab dem 16. März in Frankreich, das "Lekkarod". "Diese Aufgabe hat einen noch höheren Anspruch als die WM. "Aber wir freuen uns über die neue Herausforderung, wir haben etwas 300 km in alpinem Gelände vor uns", so Diehl.

28.02.19

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